Interview mit Lena Hoschek – Petticoat-Kleider

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9-682x1024In Verbindung mit Petticoat Kleidern fällt mir immer nur eine Designerin ein, die gebürtige Grazerin Lena Hoschek. Sie hat sich längst über die Grenzen Österreichs hinaus einen Namen gemacht.

Vor einigen Jahren war ich als Model bei einer Modeschau dabei, bei der auch Lena Hoschek ihre Kollektion präsentierte. Leider war ich einer anderen Gruppe zugeteilt und durfte ihre wunderschöne Petticoat-Kleider nicht tragen. Aber sie blieb mir mit ihrer Kollektion in Erinnerung.

Petticoat-Kleider  feiern seit einigen Jahren ein großes Comeback. Die Kleider schmeicheln fast jedem Frauentyp und unterstreichen die Weiblichkeit. Mir haben diese Kleider immer schon sehr gut gefallen, nun habe ich mich entschieden einen Artikel darüber zu schreiben um meine Leserinnen mit weiteren wertvollen Tipps zu diesem Thema zu versorgen.

Da Lena Hoschek die absolute Expertin auf diesem Gebiet ist habe ich mich an sie gewandt und sie um ein Interview gebeten. Obwohl sie, dank ihres großen Erfolgs, sehr mit Arbeit eingedeckt ist, war sie so nett und hat sich die Zeit genommen meine Fragen zu beantworten.

Bevor wir zum Interview kommen möchte ich euch noch ein paar kurze und allgemeine Informationen zu Petticoat-Kleidern geben.

Die Geschichte des Petticoats

Petticoat ist ein bauschiger Unterrock aus Perlon oder Nylon. Durch starke Rüschen und mehrere Lagen verleiht es einem Kleid den nötigen Pfiff. Erfunden wurde Petticoat bereits im 16.Jahrhundert. In den 50er und 60er waren Petticoat- Kleider und Röcke sehr beliebt und heute noch verbinden viele diese Mode  mit dem Rock`n Roll und Rockabilly-Style. Aber auch in der Twist-Phase wurden Petticoat-Kleider noch getragen. Erst das Aufkommen des Mini-Rocks setzte dem Petticoat-Trend ein Ende. Wie schon erwähnt feiern diese Kleider ein großes Comeback. Stars wie zum Beispiel Katy Perry und  Dita von Teese tragen oft diese Kleider.

Exklusives Interview mit der Designerin Lena Hoschek

Sind Petticoat-Kleider deiner Meinung nach alltagstauglich?

Lena Hoschek: Natürlich sind auch Petticoat-Kleider alltagstauglich, es kommt vor allem auf das Styling an. Man kann Petticoat-Kleider ganz verschieden kombinieren und sie so chic und elegant, aber auch etwas lässiger tragen. Oder man lässt den Petticoat unter dem Kleid einfach weg, so schwingt der Rock des Kleides weich und fordert weniger Raum.

Viele verwechseln Trachtenkleider mit den Rockabilly-Kleidern aus den 50ern, was ist der wesentliche Unterschied?

Lena Hoschek: Im Prinzip gleichen sich hier ja nur die Rockform und eventuell einzelne Details, wie Ausschnitt oder Ärmelform. Die Tracht hat aber ansonsten nichts mit dem 50er- Jahre Kleid zu tun, beide bedienen sich nur ähnlich geformter Elemente.

Sind die Stoffe mit denen du arbeitest dieselben wie in den 50er Jahren, oder greifst du lieber zu innovativen Stoffen?

Lena Hoschek: Ich arbeite am Liebsten mit Traditionsbetrieben in der Stoffherstellung, die beides vereinen: altes Know-how und innovative Techniken. Außerdem wende ich mich bei den Stofflieferanten gerne an absolute Experten in ihrem Gebiet, ob Seiden, Spitzen oder Baumwolle – es gibt für jeden Stoff tolle Lieferanten, die ganz besondere Stoffe herstellen.

Sind Petticoat-Kleider deiner Meinung nach dazu geeignet bewusste Stilbrüche zu machen, oder eher nicht?

Lena Hoschek: Da muss man schon ein sehr sicheres Gespür für den richtigen Mix haben. Es gibt die Möglichkeit, die Kleider lässig oder elegant zu tragen und mit verschiedene Accessoires zu kombinieren, aber einen richtig gekonnter Stilbruch ist in jedem Fall eine Herausforderung.

Welche Schuhe und Accessoires würdest du zu Petticoat-Kleidern empfehlen bzw. welche No- Go`s müssen vermieden werden?

Lena Hoschek: Unschön finde ich es, wenn der Petticoat unter dem Kleid hervorguckt, also etwas zu lang ist. Um seinen Stand zu erhalten, ist der Petticoat meistens aus Kunstfaser. Guckt dieser dann hervor, nimmt das den wertvollen Oberstoffmaterialien, die wir verwenden, etwas weg.

Welche Petticoat-Kleider würdest du meinen Leserinnen für den Sommer 2014 empfehlen?

Lena Hoschek: Für den Sommer 2014 ist das „Weekender Dress“ – mit weißen Pumps kombiniert ist das genau der Stil der 50er Jahre, mit Ballerinas und einer Jeansjacke wirkt es süß und lässig.

Lena_HoschekDas „Country Dress“ wird mit dem Petticoat ebenfalls ein elegantes Retro-Kleid, mit Espandrilles wird es aber sommerlich mit folkloristischem Anklang.Lena-Hoschek

Das „Girlfriend Dress“ ist aus bedruckter Seide und lässt sich auch toll ohne Petticoat kombinieren, da das Material ganz weich fällt. Wer das Kleid bürotauglich machen will, trägt einen Blazer, Lackbrogues und eine knallige Tasche dazu – das ist ein großartiger Look!Lena Hoschek

Für den Abend empfehle ich ein grünes Spitzenkleid, wie das „After Eight Dress“ – zart und sehr ladylike._Lena_Hoschek

 

Danke Lena dass du dir Zeit für die Beantwortung meiner Fragen  genommen hast, und damit meinen  Artikel über Petticoat-Kleider aufgewertet hast.

lena hoschek

 

 

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